Profitipps
Wertvolle Zeit Sparen!
FAQ: Showlaser – Technik, Sicherheit & Einsatz
Antworten rund um Showlaser, Lasershows, RTI PIKO, Laserworld, Tarm, Sicherheitsvorschriften und den professionellen Einsatz von Lasertechnik bei Events.
Ein Showlaser erzeugt gebündeltes Licht durch stimulierte Emission. Scanner (Galvanometer) lenken den Strahl mit hoher Geschwindigkeit ab, sodass Muster, Grafiken oder Beam-Effekte entstehen. Durch die Trägheit des Auges werden die bewegten Punkte als zusammenhängendes Bild wahrgenommen.
Beam-Shows nutzen den sichtbaren Laserstrahl selbst als Effekt – Fächer, Tunnel und Gitter im Nebel oder Haze. Grafik-Shows projizieren dagegen Logos, Texte, Animationen oder abstrakte Muster auf Flächen. Viele moderne Showlaser beherrschen beides.
RTI PIKO ist eine Showlaser-Serie des deutschen Herstellers RTI (Ray Technologies). Die PIKO-Laser sind bekannt für hohe Strahlqualität, reine Farben und sehr gute Scanner-Geschwindigkeit. Sie werden professionell für Clubs, Touring, Festinstallationen und hochwertige Beam-Shows eingesetzt.
Laserworld ist einer der grössten Showlaser-Anbieter weltweit mit Produkten von Einsteiger bis Profi. Die Marke Tarm (by Laserworld) steht für High-End-Showlaser mit sehr hohen Leistungen – konzipiert für grosse Festivals, Arenen und Touring-Produktionen.
In Deutschland ist für den Einsatz von Showlasern ab Klasse 3B/4 ein Laserschutzbeauftragter (LSB) Pflicht. Die relevanten Normen sind DIN 56912 und die BGV B2 (DGUV). Wichtig sind Sicherheitsabstände zum Publikum, eine saubere Scanzonen-Definition und ein Not-Aus-Schalter. Für den öffentlichen Einsatz muss eine Anzeige beim zuständigen Amt erfolgen.
ILDA (International Laser Display Association) definiert den Industriestandard für Showlaser-Steuerung. Der ILDA-Anschluss (DB25) ist die verbreitetste Schnittstelle zwischen Laser und Software. Daneben gibt es zunehmend Netzwerk-Protokolle wie Pangolin Beyond oder LaserOS zur Steuerung.
Für kleine Clubs und Bars reichen 1–3 Watt. Für mittlere Veranstaltungen und Outdoor-Events sind 5–15 Watt sinnvoll. Grosse Festivals und Arenen setzen Laser mit 20 Watt und mehr ein. Entscheidend sind neben der Leistung auch Strahlqualität, Farbreinheit und Scanner-Speed.
Ja – Laserstrahlen sind im klaren Raum unsichtbar. Erst durch Partikel in der Luft (Haze oder Nebel) werden die Beams sichtbar. Für Beam-Shows ist ein gleichmässiger Haze ideal. Ohne Haze funktionieren nur Projektionen auf Flächen (Screens, Wände, Gebäude).
Viele Showlaser bieten einen DMX-Modus mit vorprogrammierten Mustern und Effekten – praktisch für die Integration in Lichtsteuerungen. Für individuelle Grafiken, Animationen und präzise Beam-Choreografien wird jedoch eine ILDA-fähige Laser-Software benötigt (z. B. Pangolin, Phoenix, Fiesta).